Belletristik und Sachliteratur zu BDSM und mehr

Leseprobe Band 3: In der Hand der Kannibalen

 Ich folge Perkele in eine andere Kammer. Dort steht auch ein breites Bett mit bunten Decken, und auf dem Tischchen gibt es einen dreiarmigen Leuchter mit Kerzen, die den Raum direkt idyllisch erscheinen lassen.

»Leg dich da hin. Auf den Bauch.«

Ich lege mich auf das Bett, wo er mich schweigend hindrapiert und mich zu massieren anfängt.

»Du hast doch keine Angst?« fragt er.

»Doch, habe ich«, antworte ich wahrheitsgemäß. In so einer Nähe sind die gesprochenen Worte fast nur noch Dekoration unserer Gedanken.

»Selbst wir begehen das Große Verbrechen nicht.«

Das meint, töten, um zu essen.

»Und vom Lebenden essen?« frage ich mit einem Zittern in der Stimme. Denn ich weiß, einen der Unsrigen zu essen macht sie unberechenbar; und es ist meine größte Angst, dass sie uns zu einem solchen Bankett zwingen könnten. Ich weiß ja, was das bedeutet und wie man sich fühlt, wenn man das tut. Ein Körper, der voll ist mit Somnambulin, ist eine essbare Droge, die süchtig macht.



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